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Besonderes

Die Bewohnerinnen und Bewohner der Mülheimer Seniorendienste Haus Auf dem Bruch sind bei der Welt zu Gast – so kann man auf den Punkt bringen, was die Pflegedienstleitung des Hauses unter “multikulturellem” Fachpersonal versteht. In der Senioreneinrichtung sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus sage und schreibe 18 Nationen beschäftigt. Hierzu gehören: Deutschland, Polen, Russland, Ukraine, Kasachstan, Montenegro, Serbien, Bosnien, Italien, Niederlande, Portugal, Türkei, Philippinen, Peru, Argentinien, Brasilien, Elfenbeinküste und Marokko. Bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern handelt es sich größtenteils um Pflegefachkräfte und Pflegekräfte, auch das Hilfspersonal kommt aus verschiedenen Ländern. Die multikulturelle Zusammensetzung der Angestellten hat den entscheidenden Vorteil, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – wenn gewünscht oder gar notwendig – ihren nationalen (zum Beispiel Sprachkenntnisse) oder kulturellen (zum Beispiel Religion oder Weltanschauung) Hintergrund bei der ganzheitlichen Bezugspflege der Bewohnerinnen und Bewohner mit einbringen können. Gerade bei der Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz kann dies eine wichtige Rolle spielen.

Im Frühjahr 2009 wurde im Haus Auf dem Bruch ein Teil des Wohnbereichs “Toscana” zu einer Schwerpunktwohngruppe für demenziell erkrankte Bewohnerinnen und Bewohner umgestaltet. Hauptsächlich eine neue Wohnküche, ein spezielles Bad, eine spezielle Beleuchtung und Farbgestaltung sowie ein besonderer Bodenbelag tragen dazu bei, dass sich demenziell veränderte Bewohnerinnen und Bewohner “auf der Toscana” nun besonders wohl fühlen. Umsorgt werden sie von Pflegefachkräften mit gerontopsychiatrischer Zusatzausbildung sowie von weitergebildeten Alltagsbegleitern. Die Auswahl der – in den Tagesablauf integrierten – Beschäftigungsangebote entspricht den Bedürfnissen und Fähigkeiten eines jeden Bewohners/einer jeden Bewohnerin. In erster Linie sind es: Kochen, Backen, Tische decken, Musik hören, Vorlesen aber auch Spazierengehen im Garten. Bei der Begleitung und Betreuung der Menschen mit Demenz ist die Einbeziehung ihrer Angehörigen sehr wichtig – sie trägt zur wesentlichen Steigerung der Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner bei. Die Schwerpunktwohngruppe im Wohnbereich “Toscana” wurde im April 2009 eröffnet, die Einrichtung von drei weiteren Wohngruppen für Menschen mit Demenz ist im Haus Auf dem Bruch für das Jahr 2010 vorgesehen.

Als eines der Ergebnisse der Stadtteilarbeit im – von der Stadt Mülheim an der Ruhr für Dümpten initiierten und von der Mülheimer Seniorendienste intensiv begleiteten – Netzwerk der Generationen “Seniorengerechte Stadt” wurde Anfang Februar 2010 im Haus Auf dem Bruch ein `Servicepunkt Dümpten´ eingerichtet. Es handelt sich dabei um eine Anlaufstelle nicht nur für ältere Stadtteilbewohnerinnen und -bewohner, die Antworten auf ihre konkreten Fragen zum Thema Zusammenleben in Dümpten, oder auch  Anregungen für die Verbesserung der Lebensqualität in ihrem Stadtteil haben. Besetzt ist das Servicepunkt-Büro von  Bürgerlotsen, die im Sinne von Kümmerern Auskünfte erteilen oder – bei komplexeren Fragestellungen – Anliegen an Beratungsstellen oder städtische Stellen weiterleiten. Geöffnet ist der ‘Servicepunkt Dümpten´ dienstags von 11 bis 13 Uhr, die Telefonnummer lautet 02 08/30 81 – 4 04.